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Weihnachten wird in der ganzen Welt gefeiert. Aber nicht überall gehören Weihnachtsbaum, Kerzen und Schnee so untrennbar zum Fest wie bei uns in Deutschland. Hier eine kleine Auswahl, wie Weihnachten anderswo begangen wird: Australien Dänemark England Finnland Indonesien Island Japan Kenia Mexiko Niederlande Norwegen Polen Schweden Ukraine 
Australien: Zu Weihnachten ist dort Hochsommer, demnach sind statt Stiefel und Winterjacke kurze Hose und T-Shirt angesagt. In Australien haben die Kinder zur Weihnachtszeit lange Schulferien. Viele Familien machen dann Urlaub am Meer. Statt duftender Tannen werden oft Kunststoff-Bäume aufgestellt. Die Australier begehen Weihnachten vielfach mit Grill-Parties. nach oben Dänemark: Heiligabend isst man Reisbrei. Wer die darin versteckte Mandel findet, soll im folgenden Jahr Glück haben. nach oben England: Traditioneller Festschmaus in England ist Truthahn und Plumpudding. Wer die im Pudding versteckte Münze findet, hat einen Wunsch frei. In der Nacht zum 25. Dezember steckt Father Christmas die Geschenke in die aufgehängten Weihnachtsstrümpfe. Auch ein ursprünglich englischer Brauch: Man schmückt die Türrahmen mit Mistelzweigen. Wer unter den Mistelzweigen jemanden trifft, darf diesen küssen. nach oben Finnland: In Turku wird feierlich der Weihnachtsfrieden ausgerufen. Diese Tradition beruht auf über 500 Jahre alten Riten. Wer es wagte, die zwölf Weihnachtstage durch ein Verbrechen zu stören, wurde besonders hart bestraft. nach oben Indonesien: Hier gibt es keine langen dunklen Abende. Die Sonne scheint und nachmittags gibt es zumeist ein heftiges Tropengewitter. Dehalb feiert man in Indonesien Weihnachten am Tag und nicht am Abend. Es werden Geschenke in Form von Naturalien überreicht, Säcke von Reis oder Nudeln, Konserven, Bekleidung werden gespendet. nach oben Island: Das Festmahl in Island ist nichts für den zarten deutschen Magen. Am Tag vor Heiligabend gibt es "Kaest Skata". Was verheißungsvoll klingt, ist infernalisch stinkender fermentierter Rochen. Die giftigen Fische werden mindestens 4 Wochen lang liegen gelassen, bis sie richtig schön vergammelt sind. Dann hat sich das Gift im Fisch zersetzt und der Fisch ist "essbar". nach oben Japan: Den Japanern ist das traditionelle Weihnachtsfest unbekannt. Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde Weihnachten, ebenso wie Valentinstag und Halloween für kommerzielle Zwecke entdeckt. Seither bietet Weihanchten den Anlass für romantische Aktivitäten. Beispielsweise ein Candlelight-Dinner. Das Datum, auf welches Weihnachten in Japan fällt, wird flexibel gehandhabt. Unter anderem nimmt man den 23. Dezember (Geburtstag des Kaisers und damit Nationalfeiertag) gern als Weihnachtstag. nach oben Kenia: Nach dem großen Festmahl der Familie am Heiligen Abend sind die Kinder dran: das Haus putzen, schmücken, das Essen für den nächsten Tag vorbereiten, Fladenbrot und Fleisch in allerlei Varianten. Als Delikatesse gilt in Kenia Ziegenfleisch. Schon Monate vor dem Fest gekauft, wird die Ziege am 25. Dezember morgens geschlachtet. Das Fleisch wird in der gesamten Familie verteilt. Danach geht man von Haus zu Haus, um auch den Nachbarn frohe Weihnachten zu wünschen und Geschenke auszutauschen. nach oben Mexiko: Für mexikanische Kinder ist der spannendste Teil am Weihnachtsfest die Pinata. Dies ist ein Tongefäss, welches mit Süßigkeiten und Obst gefüllt wird. Mit verbundenen Augen versucht man, den Topf zu zerschlagen. nach oben Niederlande: Das Weihnachtsbrauchtum in den Niederlanden findet in der Nikolauszeit statt, also vor dem 6. Dezember. Drei Wochen vor seinem Geburtstag oder am letzten Novembersamstag kommt Sinterklaas in einem der alten niederländischen Häfen an. An diesem Abend stellen die Kinder einen Schuh mit dem Wunschzettel vor den Kamin, dazu einen Wassernapf und Heu oder Möhre für das Pferd vom Sinterklaas. Morgens liegen kleine Schokoladenfiguren, Pfefferkuchen und eine Lebkuchenmännchen mit einem kurzen Gedicht da. Am 5. Dezember kommt Sinterklaas. Ein großer Sack mit Geschenken für die ganze Familie wird vor der Haustür abgelegt. Sinterklaas kommt nicht allein. Ihn begleiten "Zwarte Piet" (er verteilt Süßes an die Kinder), "Rommelpiet" (er ist für den Spaß zuständig) und "Musikpiet" (singt mit den Kindern). Heiligabend geht man in den Niederlanden in die Kirche, Geschenke gab es ja bereits von Sinterklaas. nach oben Norwegen: Auch in Norwegen gibt es eine opulentes Festmahl, welches aus bis zu 60 verschiedenen Speisen bestehen kann. Die Kinder stellen in der Weihnachtsnacht eine Schüssel mit Grütze ans Fenster. Sie wollen so die Julnissen bestechen, die Helfer des Julmanns. Der Sage nach machen die Wichtel eine Menge Ärger, wenn sie keine Grütze vorfinden. nach oben Polen: Traditionell wird Heiligabend ein Gedeck mehr aufgelegt für einen unerwarteten Gast. Unter die Tischdecke wird ein wenig Heu gestreut, für das Jesuskind in der Krippe. Vor dem Essen werden geweihte Oblaten geteilt und man wünscht sich alles Gute. Traditionell gibt es zwölf Gerichte. Nach dem Essen werden Lieder gesungen und die Geschenke ausgepackt. Zum Abschluss des Heiligen Abends wird die Christmette gefeiert. nach oben Schweden: Am 13. Dezember finden in Schweden die Santa-Lucia-Umzüge statt. Die Kinder gehen vor Sonnenaufgang auf die Straßen und singen Weihnachstlieder. Als Belohnung bekommen si Bonbons geschenkt. Die Mädchen tragen dabei leuchtende Kerzenkränze auf den Köpfen. Die Jungen verkleiden sich als Sternjungen. Der Sage nach bewahrte die Heilige Lucia (4. Jh.) Schweden vor einer Hungerkatastrophe. Neben dem Weihnachtsmann gehören Julgeiss und Julbock zum Fest. Das Festmahl besteht aus bis zu 38 Gängen. nach oben Ukraine: Hier bringt Väterchen Frost die Geschenke. Jedoch gemäß dem Julianischen Kalender erst am 6. Januar. Sobald der erste Stern am Himmel leuchtet, setzt man sich zu Tisch. Es werden genau 12 fleischlose Gerichte aufgetischt. nach oben
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